1. Januar 2017

Ringtennis

Ringtennis ist ein Sportspiel, dass im Deutschen Turnerbund organisiert ist. Das Sportgerät ist hierbei ein Gummiring. Der Ring muss über ein 1,55 m hohes Netz geworfen werden, dass der Gegner ihn nur schwer oder gar nicht fangen kann.In Roßdorf wird seit Ende 1996 aktiv Ringtennis gespielt, zunächst nur auf Freizeitbasis, inzwischen aber längst professionell auf Turnieren und Meisterschaften.

Heute trainieren über 50 RoRis (Roßdörfer Ringtennisspieler) regelmäßig in 4 Trainingsgruppen bei der Abteilung TUL. Dabei wird sowohl für Schüler, als auch für Jugendliche und Erwachsene Training angeboten.
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Ringtennis in Roßdorf

Unsere Trainingszeiten im Ringtennis

GruppeAlterÜbungsleiterTrainingszeitTrainingsort
Schüler9 - 13 JahreTobias Höfelmayr, Katrin Höfelmayr, Thomas Tregel, Simon Sauck Rike StegertMo, 18:00 - 19:30 UhrSportzentrum
Jugend14 - 18 JahreTobias Höfelmayr, Thomas TregelMo, 19:00 - 20:30 UhrSportzentrum
TechniktrainingTobias HöfelmayrFr, 19:00 - 20:00 UhrSportzentrum
Erwachsene + JugendlicheTobias Höfelmayr, Walter AmonFr, 20:00 - 21:30 UhrSportzentrum

Was ist Ringtennis

Ja, was ist denn eigentlich … Ringtennis …?

Diese Frage berkommen wir öfter gestellt und sicher werden sich diese Frage wohl auch einige der Besucher unserer Homepage stellen!

Und so geben wir Euch hier einige Antworten:

Historisches …

Ringtennis gehört wie z. B. Faustball, Korbball, Prellball zu den Turnspielen im Deutschen Turner-Bund. Aus dem Deckspiel, welches man auf großen Überseeschiffen spielte, wurde unser heutiges Spiel entwickelt. Der Karlsruher Bürgermeister Schneider brachte dieses Spiel 1925 nach einer Seereise mit nach Deutschland und organisierte ab diesem Zeitpunkt Turniere. 1931 wurde der Ringtennisbund (RTB) gegründet, vier Jahre später erfolgte die Eingliederung in die Deutsche Turnerschaft. Bereits 1938 verbreitete sich Ringtennis in ganz Deutschland.

Kleine Regelkunde…

Spielgedanke ist es, den Ring so platziert über das Netz ins gegnerische Feld zu werfen, dass ihn der Gegner nicht fangen und zurückwerfen kann. Hierzu bedient sich der Spieler verschiedener Wurftechniken: dem kurzen Drallring, dem flachen Tellerring, dem hohen Grundring oder dem Passierring.
Das Spielfeld ist bei Doppel- und Mixed-Spielen 12,20 m lang und 5,50 m breit, im Einzel nur 3,70 m breit. Das Netz hat eine Höhe von 1,55 m. Der Zwischenraum, der zu 90 cm in jede Feldhälfte ragt, darf nicht betreten oder bespielt werden. Gespielt wird mit einem Vollgummiring, der einen Durchmesser von 17 cm hat und ca. 220 g wiegt.
Die Spielzeit beträgt 2 x 10 Minuten für die Männer- und die Frauenklasse, in der Jugend- und Seniorenklasse 2 x 8 Minuten und 2 x 6 Minuten für Schüler.
Ringtennis wird in den Disziplinen Einzel, Doppel und Mixed gespielt und es gibt verschiedene Altersklassen.
Gewonnen hat, wer nach Beendigung der Spielzeit die meisten Punkte erzielt hat. Punkte sind, wenn der Gegner den Ring nicht fangen kann, so dass dieser den Boden berührt oder wenn der Gegner den Ring ins Aus wirft.

Verboten ist …

  • den Ring von oben nach unten zu „schmettern“
  • den Ring mit beiden Händen zu fangen
  • das Netz zu berühren
  • den Bewegungsablauf zu unterbrechen (z. B. antäuschen)
  • mehr als zwei Bodenkontakte nach Fangen und vor Abwurf des Ringes
  • das Wackeln des Ringes in der Flugphase

Verstöße hiergegen werden wie Fangfehler vom Schiedsrichter mit Punkten für den Gegner geahndet. Der Spieler, der einen Punkt erzielt hat, führt das Spiel mit einer erneuten Aufgabe von der Grundlinie (hintere Linie) fort. Das Erzielen eines Punktes ist jedoch unabhängig vom Aufgaberecht.

Ringtennis als Leistungssport:

„Einen Ring fangen und wieder abwerfen kann jeder“ und daher kann auch ein Anfänger sofort mit dem Spielen beginnen. Vielleicht ist dem einen oder anderen auch Ringtennis am Strand oder als lockerer Ausgleich nach dem Training bekannt. Trotzdem darf dabei nicht der Fehler gemacht werden, dieses Hobbyspiel mit dem leistungsorientierten Ringtennis gleich zu setzen. Diejenigen, die sich dem Ringtennis als Leistungssport widmen, müssen Ausdauer, Beweglichkeit, Reaktionsvermögen und Schnelligkeit als Grundvoraussetzungen sehen. Hierzu gehört ebenso das Erkennen der Spielsituation, nur wer viel Zeit fürs Training aufwendet und die zahlreichen freien Turniere in Deutschland nutzt, um Spielpraxis zu gewinnen, kann vielleicht einmal den Titel des „Deutschen Meisters“ erreichen. Doch bis dort ist es ein weiter Weg. Auf Landes- und Regionalmeisterschaften muß man Meister oder „Vize“ werden, um sich für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren zu können. Ebenso gibt es verschiedene Ligen, wie z. B. Regional- und Bundesliga.

Ringtennis International:

Bereits seit den 70er Jahren besteht Kontakt zu südafrikansichen Ringtennisspielern. Seit 1992 finden regelmäßig Vergleiche mit den „Springbock-Teams“ aus Südafrika statt. Im November 2006 fand die erste Ringtennis-WM in Indien statt, 2010 war die Ringtenniswelt in Deutschland (Koblenz) und 2014 wurde die WM in Südafrika ausgetragen.

Mehr Informationen:

Hier gibt es weitere Infos über die Sportart Ringtennis.

Außerdem empfehlen wir folgende Webseiten:
www.hessischer-turnverband.de
www.dtb-online.de


Ringtennis in Roßdorf

RoRi
Ringtennis in Roßdorf, mittlerweile eine Sportart, die sich auf Grund ihrer jüngsten Erfolge mit den bekanntenren Sportarten wie Basketball, Fußball, Handball, Turnen, Leichtathletik und vielen anderen, messen kann. Trotzdem gibt es noch viele, die immer wieder erstaunt dreinschauen, wenn man erwähnt, dass man Ringtennis spielt.
Wie kam es eigentlich dazu, dass man Ringtennis in Roßdorf spielt?

Die Entwicklung des Spiels mit dem Ring in Roßdorf

1996 – Ines Bussjäger, Hartwig Rückert, Felix Senn und Walter Amon besuchen den Übungsleiterlehrgang „Allgemeines Turnen“ in der Landesturnschule Bad Vilbel und lernen unter anderem Ringtennis kennen. Dort wurde die Idee geboren am Landesturnfest in Wetzlar teilzunehmen.

1997 – Teilnahme am Landesturnfest in Wetzlar, Meldung fürs Freizeitringtennisturnier. Auf Grund von zu wenigen Meldungen spielten wir bei den Landesmeisterschaften mit. Hier qualifizierten sich einige schon für die Regionalausscheidungen West und nahmen auch an den Deutschen Meisterschaften in Diedenbergen teil.
Wieland Schenkewitz, der damals noch für Diedenbergen spielte, erklärte sich bereit uns zu trainieren und wechselte zu uns. Seine wohnliche Nähe zu uns gab den Ausschlag, Ringtennis demnächst in Roßdorf zu spielen. Ein echter Gewinn für die noch junge Ringtennisgruppe, nicht nur aus sportlicher sondern auch aus menschlicher Sicht.
In der Winterrunde spielte man ertsmals bei der Landesliga mit und alle teilnehemenden Vereine freuten sich, dass es einen neuen Verein auf der Landkarte gab.

1998 – Nach der erfolgreichen Teilnahme bei Deutschen Meisterschaften, wurde beschlossen sich vier Felder für die Freiluftsaison anzuschaffen.
In diesem Jahr standen erstmals die Regionalausscheidungen West inRoßdorf auf dem Programm. Der gesellige Teil des Samstag Abends fand an der Kubigbrücke, zusammen mit dem Abteilungsgrillfest statt.

1999 – Erstmals fanden die Hessischen Meisterschaften in Roßdorf statt. Eine Jugendgruppe wurde mit 6 Jugendspielern aufgemacht, die erst in der Günther-Kreisel-Halle trainierten und im Sommer im Sporzentrum.

2000 – Zum zweiten Mal waren wir Ausrichter der Hessischen Meisterschaften und mit der nun erlangten Routine war das für uns auch kein Problem. Auch bekam die Ringtennisgruppe Zuwachs, Tobias Höfelmayr hatte es beruflich nach Darmstadt verschlagen und er hatte bereits als Schüler beim TV Heddesdorf Ringtennis gespielt. Ihn konnten wir als Jugend- und Schülertrainer verpflichten, so dass mit der in 1999 begonnen Jugendarbeit kontinuierlich fortgeschritten werden konnte.
Nach dem wir die letzten Jahre die Winterrunde in der Landesliga bestritten hatten, meldetn wir uns für die Saison 2000/2001 für die Regionalliga Süd an und mussten feststellen, dass nicht nur die Sportvereine fast unerreichbar waren, sonder der Sieg über die anderen Vereine ebenso.

2001 – Roßdorf war nach 1998 zum zweiten Mal Ausrichter der Regionalausscheidungen West. Die Jugendgruppe wuchs in diesem Jahr stetig an und wir beanspruchten eine zweite Hallenzeit. In der Wintersaison 2001/ 2002 nahmen wir auch erstmals als Mannschaft in der Regionalliga Süd teil.

2002 – Neben dem Deutschen Turnfest in Leipzig, standen in diesem Jahr die Südafrika zu Besuch an. Im Rahmen des 125jährigen Abteilungsjubiläums konnten wir den Gästen einen Eindruck von unserem kleinen Ort geben. Weiterhin blühte die Jugendarbeit dieses Jahr so richtig auf und wir konnten neben der Regionalligamannschaft auch eine Jugendliga Mannschaft in der Jugendbundesliga-Süd melden. Der eine Regionalliga Spieltag sowie auch der Jugendligaspieltag fand in Roßdorf statt.
Im Oktober erhielten wir einen neuen Hallenboden in der Günther-Kreisel-Halle und vier Spielfelder wurden fest in der Halle markiert.
Die ersten Vorbereitungen für die Deutschen Meisterschaften wurden in Angriff genommen.

2003 – Roßdorf war erstmals Ausrichter der Deutschen Meisterschaften der bisherige Höhepunkt der Roßdorfer Ringtennisgeschichte. Tobias H. nutze den Heimvorteil und schaffte es mit seinem 2. Platz in der AK30 als erster Roßdörfer bei Deutschen Meisterschaften einen Platz auf dem Treppchen zu ergattern. Zudem wurde er als Betreuer und Co-Trainer für den Besuch der Deutschen Nationalmannschaft im April 2004 in Süd-Afrika nominiert.
Im März und November des jahres richteten wir Schleifchenturniere aus, die großen Zuspruch fanden.

2004 – Das „nach dem DM03″ Jahr. Die neugebaute Turnhalle am Zahlwald bekommt 9 Ringtennisfelder und wird der schönste Ringtennis“tempel“ der Republik. Der neue Trainingstermin am Freitagabend findet als Techniktraining statt und findet sowohl bei der Jugend als auch den Erwachsene Anklang.

2005 – Die Erwachsenenmannschaft steigt in die Bundesliga auf und spielt -ergänzt durch zwei Wahlroßdorferinnen (Sarah, Nicole) – in der höchsten Deutschen Spielklasse mit. Die Jugendmannschaft qualifiziert sich als 2. Platzierter für die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften.

2006 – Die SKG Roßdorf ist Gastgeber der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Saison 2005/ 2006 und beweist wieder einmal sein gutes Organisationstalent. Sportlich ist die DMM ebenfalls ein Erfolg! Die Jugendmannschaft erringt den hervorragenden 3. Platz. Die Sommersaison findet ihren Höhepunkt in Mannheim, bei der mehrere Treppchenplätze erreicht werden.

2007 – Die Wintersaison 2006/ 2007 verläuft für die Roßdorfer Bundesligamannschaft erfolgreich und sie erreichen zum ersten Mal das Finale: die DMM. Am Ende steht ein vierter Platz. Die Jugendmannschaft verpasst die Qualifikation. Zahlreiche Spieler der SKG Roßdorf nehmen an den Deutschen Meisterschaften in Neuwied teil. Julian Sauck ist bester Roßdorfer Spieler und schafft es in der Jugend 18 in allen drei Disziplinen aufs Treppchen (Einzel, Mixed mit Maren Plößer, Doppel mit Johannes Lill). Im Herbst wird beim Kerbumzug richtig Werbung gemacht und die Ringtennisabteilung erfährt großen Zuwachs im Schülerbereich.

2010 – Deutsche Meisterschaften verlaufen äußerst positiv für die RoRi’s.
Das Highlight aller Ringtennisspieler ist zunächst die WM im eigenen Land. Roßdorf erhält drei Wildcards und kann sich so bei den Rahmenwettkämpfen im internationalen Feld beteiligen. Tobias Höfelmayr und Julian Sauck setzen sich gegen viele der internationalen Gegner durch und erreichen so einen hervorragenden 5. Platz.
Das Jugend-Männerdoppel Sebastian Moles und Johannes Lill werden überraschend Deutscher Meister in ihrer Altersklasse. Beide Spieler werden nominiert für den B-Kader.
Das AK 30-Doppel Walter Amon und Tobias Höfelmayr werden Vizemeister bei den Deutschen Meisterschaften in Kieselbronn. Das Doppel behauptet sich auch weiterhin in der Altersklasse.